Unsere dated Futures sind so konzipiert, dass sie den Preis des zugrunde liegenden Assets – wie zum Beispiel Bitcoin, einen Aktienindex oder eine Aktie – so genau wie möglich nachbilden. Die Funding Rate ist der Mechanismus, der dies ermöglicht.
Da unsere Kontrakte eine Laufzeit von fünf Jahren haben, statt in Tagen oder Wochen zu verfallen, konvergiert der Kontraktpreis nicht auf natürliche Weise zum Spotpreis, wie es bei einem kurzfristigen Future der Fall wäre. Stattdessen sorgt die Funding Rate kontinuierlich dafür, dass sich der Kontraktpreis wieder an den Spotpreis annähert, indem sie einen finanziellen Anreiz für Trader:innen schafft, ausgleichende Positionen einzugehen.
Wie es funktioniert
Eine Funding-Zahlung wird zwischen Trader:innen mit Long-Positionen und Trader:innen mit Short-Positionen ausgetauscht – abhängig davon, ob der Kontraktpreis über oder unter dem Spotpreis liegt.
- Kontraktpreis über Spotpreis (positive Funding Rate) – Inhaber:innen von Long-Positionen zahlen an Inhaber:innen von Short-Positionen. Dies schafft einen Anreiz, den Kontrakt zu shorten, wodurch der Preis wieder in Richtung Spotpreis gedrückt wird.
- Kontraktpreis unter Spotpreis (negative Funding Rate) – Inhaber:innen von Short-Positionen zahlen an Inhaber:innen von Long-Positionen. Dies schafft einen Anreiz, long zu gehen, wodurch der Preis wieder in Richtung Spotpreis steigt.
Funding-Zeitplan: Krypto vs. Equity Futures
Der Funding-Zeitplan unterscheidet sich je nach Asset-Klasse:
- Krypto-Futures: Funding-Zahlungen werden alle vier Stunden ausgetauscht, 24/7.
- Equity-Futures: Funding-Zahlungen werden zweimal täglich ausgetauscht, nur während der US-Handelszeiten, mit einer Lücke von 3 Stunden und 15 Minuten zwischen den beiden täglichen Zeitfenstern. Außerhalb der US-Handelszeiten werden keine Funding-Zahlungen verarbeitet.
Was bestimmt die Funding Rate?
Die Funding Rate wird auf Basis der Differenz zwischen Kontraktpreis und Spotpreis über ein Durchschnittsfenster berechnet. Die Durchschnittsbildung über einen Zeitraum – anstatt auf jede einzelne Preisbewegung zu reagieren – gleicht kurzfristige Volatilität aus und macht die Funding Rate vorhersehbar.
Geringfügige Abweichungen zwischen Kontraktpreis und Spotpreis lösen keine Funding-Zahlungen aus, es sei denn, sie überschreiten einen festgelegten Schwellenwert. Das verhindert unnötige Anpassungen aufgrund kleiner, vorübergehender Preisbewegungen.
Die Funding Rate bewegt sich zudem innerhalb einer festgelegten Obergrenze und kann einen Maximalwert nicht überschreiten. Das hält die Funding-Kosten vorhersehbar und verhindert, dass extreme Marktbedingungen zu überproportional hohen Kosten führen.
Was bedeutet das für dich als Trader:in?
- Kosten für das Halten von Positionen – wenn die Funding Rate durchgehend positiv oder negativ ist, entstehen beim längeren Halten einer Position Funding-Kosten. Berücksichtige dies in deiner Strategie, insbesondere bei länger gehaltenen Positionen.
- Signal für die Marktstimmung – eine stark positive Funding Rate deutet in der Regel auf eine bullische Marktstimmung hin, eine negative auf eine bearische Stimmung. Manche Trader:innen nutzen dies als zusätzlichen Indikator.
- Automatische Anwendung – Funding-Zahlungen werden automatisch berechnet und angewendet, basierend auf dem Zeitplan für deine Asset-Klasse.
Investieren ist mit Risiken verbunden. Der Wert von Investitionen kann sowohl steigen als auch fallen, und du könntest weniger zurückerhalten, als du ursprünglich investiert hast, oder dein gesamtes investiertes Kapital verlieren. Investieren mit Leverage bedeutet, dass der Wert deiner Investition stärker schwankt als der Preis des zugrunde liegenden Assets. One Trading bietet keine Anlageberatung, und Anleger:innen sollten ihre eigenen Entscheidungen treffen oder unabhängigen Rat einholen.