Leverage bedeutet die Nutzung von geliehenem Kapital oder Margin, um die Größe deines Trades über das von dir bereitgestellte Kapital hinaus zu erhöhen. Vereinfacht gesagt bedeutet es, mit einem kleineren Anteil deines eigenen Geldes eine größere Position zu kontrollieren.
Wie funktioniert Leverage?
Angenommen, du möchtest eine Position im Wert von 200 € eröffnen, hast aber nur 100 € in deinem Trading-Konto. Mit 2x Leverage kannst du diese 200 €-Position eröffnen, indem du deine 100 € als Margin einsetzt. Die Plattform leiht dir effektiv die restlichen 100 € für die Dauer des Trades.
Das bedeutet, du handelst mit der doppelten Exponierung deiner tatsächlichen Mittel, was sowohl potenzielle Gewinne als auch Verluste verstärken kann.
Warum nutzen Trader:innen Leverage?
Trader:innen nutzen Leverage, um:
- ihre Exponierung gegenüber Marktchancen zu erhöhen, ohne den vollen Wert der Position hinterlegen zu müssen.
- die Auswirkung kleiner Preisbewegungen zu verstärken.
- Kapital effizienter über verschiedene Strategien oder Assets hinweg einzusetzen.
Welche Risiken birgt Leverage?
Leverage kann potenzielle Erträge erhöhen, aber ebenso das Risiko steigern. Bewegt sich der Markt gegen deine Position, werden Verluste im gleichen Verhältnis verstärkt.
Zum Beispiel:
- Mit 2x Leverage kann eine Marktbewegung von 5 % zu einem Gewinn – oder Verlust – von 10 % auf deine Margin führen.
- Übersteigen deine Verluste die verfügbare Margin auf deinem Konto, kann deine Position automatisch geschlossen (liquidiert) werden, um weitere Verluste zu verhindern.
Wie wird Leverage gesteuert?
Trading-Plattformen setzen bestimmte Kontrollmechanismen ein, um die Risiken von Leverage zu steuern:
- Margin-Anforderungen: Das Mindestkapital, das benötigt wird, um eine gehebelte Position zu eröffnen und zu halten. Wir verwenden den Mark Price (nicht den zuletzt gehandelten Preis), um den unrealisierten PnL zu berechnen und Liquidationen auszulösen – das hilft, unnötige Liquidationen durch kurzfristige Preisspitzen zu vermeiden.
- Liquidationsmechanismen: Fällt dein Margin-Saldo unter die Maintenance-Margin-Schwelle, wird deine Position automatisch geschlossen, um weitere Verluste zu verhindern.
- Leverage-Limits: Die maximal verfügbare Leverage variiert je nach Asset und unterliegt den Plattform- und regulatorischen Anforderungen.
Leverage ist ein nützliches Instrument, um Exponierung und Flexibilität im Trading zu erhöhen – sollte aber mit Vorsicht eingesetzt werden. Es ist wichtig zu verstehen, wie Leverage sich auf Risiko und Ertrag auswirkt, und sicherzustellen, dass deine Trading-Strategie zu deiner persönlichen Risikotoleranz passt.
Investieren ist mit Risiken verbunden. Der Wert von Investitionen kann sowohl steigen als auch fallen, und du könntest weniger zurückerhalten, als du ursprünglich investiert hast, oder dein gesamtes investiertes Kapital verlieren. Investieren mit Leverage bedeutet, dass der Wert deiner Investition stärker schwankt als der Preis des zugrunde liegenden Assets. One Trading bietet keine Anlageberatung, und Anleger:innen sollten ihre eigenen Entscheidungen treffen oder unabhängigen Rat einholen.